Spielberichte Herren 1 2015


 12.07.2015

Spielbericht vom Auswärtsspiel der ersten Herren gegen den TC Stockach

Nachdem sich die 1. Herrenmannschaft des TC Nicolai Konstanz vorletzten Sonntag nach einer zwar bitteren, gegen stark auflaufende Tiengener, aber dennoch erachtsamen 3:6 Niederlage vom Aufstiegskampf verabschiedete, war das nächste Saisonziel sofort gesteckt. Nichts als Tabellenplatz 2 wurde nun angestrebt! Dank unserer Freunde aus Eggingen, die eine, in dieser Knappheit nicht zu erwartende, 4:5 Niederlage gegen den bis dato tabellenzweiten TC Stockach verbuchen konnten, würde der Herrenmannschaft des TC Nicoali Konstanz ein 5:4 Sieg im letzten Saisonspiel gegen Stockach genügen, um sich endgültig auf dem zweiten Tabellenplatz festzusetzen.

Kapitän Wigishoff setzte im all freitaglichen Mannschaftstraining mit einer überzeugenden Trainingsleistung direkt die richtigen Signale und verlieh den TCN Athleten bei anschließender Grillrunde durch eine außerordentlich emotionale und sachorientierte Ansprache die nötige Motivation für das letzte Saisonspiel. „Jungs, wir müssen einfach nur gewinnen“, so Wigishoffs Worte. Nichts leichter als das, dachte sich die Torkel 6 mit drei, vier Bier intus, nicht ahnend wie schwer diese Herausforderung mit nüchternem Magen tatsächlich zu meistern werden würde.

So ging es am vergangenen Sonntag bei wieder einmal brennend heißen Temperaturen mit unbändigem Siegeswillen und ohne scheiß Karre nach Stockach.

Mannschaftskulturminister Wigishoff ließ die Chance nicht aus, der Mannschaft auch auf der Fahrt nach Stockach die „Regionalkultur“ nahezubringen und navigierte Fahrer Bertsche auf halbem Weg „rechts raus“ zum nächsten Erdbeerstand. Unfassbar Lecker!

Nachdem die Herren des TCN herzlichst von den Gastgebern aus Stockach begrüßt wurden ginge es auch direkt los mit den Einzeln 2/4/6.

An dieser Stelle sei zunächst zu erwähnen, dass Mannschaftskollege und Pressewart Robert Ubiera nach seiner schmerzhaften Niederlage gegen TC RW Tiengen von der Mannschaft einstimmig ins Trainingslager nach Kanada geschickt wurde. Alle Ubiera-Anhänger möchten wir hiermit um Verständnis bitten, aber auf einem solch hohen Niveau darf man sich derartige Patzer nicht leisten ohne mit den logischen Konsequenzen rechnen zu müssen. Frisch zurückgekehrt vom Trainingsstützpunkt Basel kam somit erneut Sascha Hamm an Position 6 zum Einsatz.

Hamm wusste vom ersten Punkt an was Zielsetzung war und zeigte sich äußerst entschlossen. Mit konsequenter Schlagarbeit, sowohl auf der Rückhand als auch auf der Vorhand, zeigte er seinem Kontrahenten Andreas Messmer, dass hier nichts zu holen war und holte sich Satz 1 klar und unmissverständlich mit 6:1. Auch der 2.Satz sollte keine Kehrtwende einleiten und Hamm holte sich auch den zweiten Satz klar verdient und in ähnlich elegantem Stile mit 6:1.

„Nachdem ich erfuhr, dass ich für das letzte Saisonspiel tatsächlich nominiert war habe ich vom ersten bis zum letzten Moment auf dieses Spiel gebrannt. Ich habe klar und souverän gewonnen! Ich weiß nicht wie sich Ubiera im Trainingslager macht, aber eins ist klar, wenn Ubiera wieder zurück ins Team will muss er an mir vorbei. Ich bin offen für jedes Duell!“. So Hamm.

An Position 4 stand wie gewohnt Fabian Pfaff auf der Setzliste des TCN. Pfaff wollte wie jede Woche von Anfang an zeigen, wie er den Gegner zu dominieren vermag, doch wie jede Woche gelang ihm dies nicht. Sein Gegner Niklas Staniszewski hatte ein Rezept. Durch harte und platzierte Auf- und Grundschläge gelang es ihm immer wieder sogenannte „winner“ zu landen bzw. Pfaff zu einfachen Fehlern zu zwingen und so ging der erste Satz durchaus verdient mit 6:3 an Staniszewski. Doch der erfahrene Pfaff wusste, dass seine Chance kommen würde, sobald sein Kontrahent auch nur um ein Minimales einbrechen sollte und versuchte mit genau dieser Philosophie in den 2.Satz zu gehen. Unterstütz von seinem erstklassigen Choaching-Partner David Rebholz gelang es Pfaff sein Spiel konstant zu halten, wogegen Staniszewski deutlich an Niveau einbüßen musste und so ging der zweite Satz in kürzester Zeit und einigermaßen klar mit 6:0 an Pfaff.

Matchtiebreak.

Pfaff war entschlossen! Staniszewski jedoch nicht zu hundert Prozent, was Pfaff wiederum eiskalt auszunutzen wusste. Er sorgte gleich zu Beginn um ein lukratives Punktepolster, welches er in einem unspektakulären Matchtiebreak bis zum 10:6 Sieg nach Hause transportierte.

„Ich habe erst vor einer Woche den Bespannungsservice gewechselt und muss sagen, dass mir diese Umstellung im gesamten Match zu schaffen gemacht hat. Desweiteren bin ich am Überlegen die Marke meines Dämpfers zu wechseln. Irgendwas stimmt da nicht! Dennoch bin ich äußerst erleichtert gewonnen zu haben. Mit einem Sieg ist es einfach leichter sich den Fragen der harten Presse zu stellen.

2:0 Zwischenergebnis, doch wie ging es Dennis Beermann an Position 2 ?

Beermann hatte hart zu kämpfen. Zwar ging er zunächst verdient mit 5:2 gegen Moritz Steinmann in Führung und auch die Chance den Satz zuzumachen war mehrfach gegeben, jedoch konnte Beermann keiner dieser Chancen nutzen. Zwar wusste Beermann nach dem Spiel zu beklagen, dass er sich die nicht verwandelten Satzbälle selbst zuzuschreiben hat, dennoch ist festzuhalten, dass Steinmann äußerst wacker kämpfte und über das gesamte Match wirklich keinen Ballwechsel als verloren sah. Der erste Satz ging somit noch mit 7:6 an Steinmann. Auch der zweite Satz gestaltete sich äußerst hart und umkämpft. Bis zum Stand von 5:5 war kein Break in Sicht. Beide Akteure konnten ihre Aufschlagspiele behaupten und lieferten sich ein packendes Match. Beermann war nun leider der erste der Schwäche zeigte und leistete sich das erste Break im zweiten Satz. Steinmann hingegen war zu bissig und in der entscheidenden Phase auch der fittere. Er nutzte seine Chance eiskalt und gewann letztlich mit 7:6 7:5.

„Naja, was soll ich sagen. Wenn du mehrere Chancen zum Satzgewinn durch Eigenverschulden nicht nutzen kannst, dann wird das bestraft. Ich hätte heute nicht verlieren müssen, dennoch gratuliere ich meinem Gegner Steinmann zu seinem Sieg. Wir gewinnen trotzdem!“ erörterte Beermann kurz und schmerzlos.

Es war also Spannung für die zweite Runde 1/3/5 angesagt.

Dominik Bertsche versuchte an Position 5 den Herren des TCN eine endgültig aussichtsvolle Lage für die Doppel zu besorgen. Dieser tat sich anfangs jedoch äußerst schwer gegen seinen Gegner Marvin Fiedler. Der noch sehr junge Fiedler zeigte eine gehörige Portion Kaltschnäuzigkeit und wies Bertsche im ersten Satz mit 6:0 in die Schranken. Das sollte es aber längst noch nicht sein, denn wer Bertsches Kampfgeist kennt, der wusste, dass in diesem Match noch alles offen war. Genau diese Einstellung demonstrierte er im zweiten Satz aufs Feinste und ging schnell mit 4:1 in Führung. Nach einem 6:4 im zweiten Satz wurde auch hier Matchtiebreak gespielt. Dieser gestaltete sich äußerst knapp und keiner der beiden Akteure konnte das Zepter in die Hand nehmen. In einem solchen Match soll also das Quentchen Glück entscheiden. Als Bertsche beim Stand von 8:9 einen Passierball von der Marke „den mach ich“ auf dem Schläger hatte, diesen jedoch vergab, war klar, dass das Glück heute wohl leider nicht auf seiner Seite war.

Bertsche kommentierte seine Niederlage folgendermaßen: „Wenn ich wenigstens die Eier gehabt hätte, den letzten Passierschlag im Matchtiebreak so zu spielen wie ich ihn in jedem Trainingsmatch spiele, dann gewinne ich. So aber nicht. Das muss sich ändern und ich werde auch dafür sorgen. Laut den ersten Berichten von Pressewart Ubiera soll das Trainingslager in Kanada voll einschlagen, vielleicht muss ich da mal mit.“

An Position 3 bekam es Julien Wigishoff mit Henrik von Hebel zu tun. Von Hebel, bekannt für seine gnadenlos harten Grundschläge. Wigishoff, bekannt für seine gnadenlos harten Aufschläge. Hier kam es also hart auf hart. Wigishoff erwischte den deutlich schlechteren Start únd geriet schnell in Rückstand. Völlig zur Überraschung Wigishoffs wusste von Hebel stets eine Antwort auf seinen Aufschlag und verteilte die Bälle nach Belieben. Doch Wigishoff gab nicht auf, denn auch er konnte sich, als Ex DTB-Ranglistenspieler, auf seine Erfahrung verlassen und wusste genau, dass sein Gegner nicht die erforderte Konstanz besitzt und irgendwann einbrechen würde. Wigishoff fand besser und besser ins Spiel und schaffte es letztlich sogar durch gezielte Schläge die gesamten Stockacher Fans auf seine Seite zu holen. Beim Stand von 6:2 1:6 ging es auch hier in den Matchtiebreak. 4:0; 4:4; 4:6; 6:6. Es waren absolut gleichwertige Athleten am Werke, wobei Wigishoff in den Grundlinienduellen mitlerweile der Konstantere war. 6:9, Wigishoff machte bei hoffnungsvollem Spielstand völlig unerzwungen zwei Doppelfehler, kämpfte sich anschließend aber wieder zurück. 8:9; 8:10 Endstand. Mit einem Sonntagsschuss im wahrsten Sinne des Wortes beendete Van Hebel das Duell zu seinen Gunsten.

„Was ich heute gespielt habe war teilweise unterirdisch. Nachdem ich vor Wut die Plane am Zaun auseinandergenommen habe, dachte ich, dass mir das jetzt mit meinem Gegner auch gelingt, ist es mir aber nicht. Trainingslager in Kanada habe ich aber meiner Meinung nach nicht notwendig. Mein Aufschlag ist nach wie vor der von Milos Raonic, was soll ich also da?“ argumentierte Wigishoff mit einer Selbseinschätzungsgabe die seinesgleichen sucht.

Es stand nun also 2:3 aus Konstanzer Sicht und nur einer konnte die Herren des TCN vor einem unverhofften 2:4 retten. David Rebholz. Aber wer, wenn nicht David?

Dieses Motto hatte sich Rebholz scheinbar auf die Brust geschrieben. Er ließ bei seinen Aufschlagspielen das gesamte Match über nichts anbrennen und setzte sich beim Stand von 5:4 erstmals beim Aufschlagspiel seinen Gegners Denis Brizic zum 6:4 durch. Der Bann war nun für Rebholz gebrochen. Weiterhin souverän aufschlagend ist es ihm zudem gelungen, seinen Gegner nun auch bei Rückschlag immer länger im Ballwechsel zu halten und die entscheidenden Punkte zu machen. Durch eine absolut konstante Leistung ließ Rebholz Brizic im zweiten Satz nicht einmal den Hauch einer Chance und gewann diesen souverän mit 6:1.

„Ich bin mit meinem Match sehr zufrieden. Denis hat super gespielt, aber ich war heute entschlossen und wusste, dass ich gewinnen muss um den Platz 2 in der Tabelle irgendwie noch erreichen zu können, das hat mich sehr motiviert. Ansonsten macht es einfach unfassbar Spaß mit den Jungs in einer Mannschaft zu spielen. Unser Mannschaftsgefüge, wie man im fach-chargon sagt, könnte nicht besser sein. Ich hoffe ich habe nächstes Jahr noch einmal die Ehre mit den Jungs zusammenzuspielen.

Mit einem beidseitig verdienten 3:3 ging es also in die Doppel.

Die Herren des TCN haben sich viel vorgenommen, denn durch die Doppelstärke die sie in den vergangenen Spieltagen ausdrücklich unter Beweis stellen konnten war Tabellenplatz 2 nun greifbar nahe.

Die richtige Aufstellung für die Doppel zu finden schien nicht schwierig, da sich über den Verlauf der Saison eine wahre „Bank“ an Doppelpaaren herauskristallisierte und so wurde folgendermaßen aufgestellt:

Beermann/Pfaff – BÄM!, Rebholz/Hamm – BÄM!, Wigishoff/Bertsche.

Nichts Neues also.

Die erwünschten Konsequenzen waren zunächst jedoch nicht zu erkennen. Bis auf Wigishoff/Bertsche hatten beide Paarungen Schwierigkeiten den ersten Satz zu gewinnen. Beermann/Pfaff mussten diesen sogar sang- und klanglos mit 2:6 hergeben. Es war also weiterhin ein hin und her um die entscheidenden Punkte zum Tagessieg und dem einhergehenden Tabellenplatz 2. Nachdem Wigishoff/Bertsche motiviert in Richtung Sieg marschierten fingen auch Beermann/Pfaff an immer mehr ins Spiel zu finden und gewannen den zweiten Satz schnell mit 6:1.

6:1 7:5 stand es mittlerweile bei Wigishoff/Bertsche. Wichtig war der Tagessieg, jedoch wollte sich keine der Paarungen des TCN die Blöße geben ihre Partie zu verlieren und so ging es schlussendlich hochverdient 6:3 für die Herren des TCN aus.

Wir beenden die Saison somit auf einem sagenhaften 2. Platz in der 1.Bezirksliga!!!

An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei unseren treuen Fans Reinhard Fuhrmann, Jutta Wigishoff und Carolina Bowald, für deren Unterstützung beim letzten Spieltag in Stockach, und bei allen die uns in den vergangenen Wochen begleitet haben, bedanken.

Wir möchten es auch nicht versäumen den Herren 50/1 des TCN recht herzlich zum hochverdienten Aufstieg in die Badenliga zu gratulieren und wünschen vorab schon mal viel Glück für die kommende Saison.

Desweiteren gratulieren wir unseren Freunde von der TSG Dettingen-Wallhausen / Insel Reichenau, die mit wichtigen Zählern in Überlingen endgültig dafür sorgen konnten, dass auch nächstes Jahr ein spannendes Lokalderby stattfinden wird. Besonders hervorzuheben isLt die eistung von Dettingens Ausnahmekönner Jordan-Reed Thomas, der es bis heute geschafft hat in deutschen Verbandsspielen nicht ein einziges Karrierematch zu verlieren und mit einer lupenreinen 1:0 Bilanz in die nächste Saison geht.

Ob der Nicolai-Schreck Thomas auch im kommenden Jahr für die TSG auflaufen wird bleibt abzuwarten, doch seien Sie unbesorgt, die Herren des TCN werden auch im nächsten Jahr in der Lage sein eine aufstiegsreife Truppe zu stellen!

EURE HERREN 1

 05.07.2016

Aufstieg knapp verpasst

Spielbericht vom Heimspiel der ersten Herren gegen den TC RW Tiengen



Am frühen Sonntag startete das packende Aufstiegsspiel zwischen dem TCN und den Gästen aus Tiengen. Aufgrund der tropischen Temperaturen hatte der Teamkapitän der Mannschaft von Hochrhein um eine Verlegung auf 10 Uhr gebeten. Ein Wunsch, dem auch aufgrund der Wichtigkeit des Aufeinandertreffens gerne stattgegeben wurde. Sportwart Wigishoff: „Im wichtigsten Spiel der Saison wollten wir möglichst faire Bedingungen schaffen und uns bei einem etwaigen Aufstieg nicht nachsagen lassen, wir hätten uns mit Mitteln, die nichts mit unserer spielerischen Klasse zu tun haben, einen Wettbewerbsvorteil verschafft.“ Der Aufstieg war klar in Sicht als Tiengen mit ersatzgeschwächter Mannschaft auf dem Gelände an der Jakobsstraße auftrat. Beide Mannschaften setzten in der Spielvorbereitung verschiedene Prioritäten. Die Jungs aus Tiengen, im Schnitt doch mehrere Jahre jünger als ihre sportlichen Kontrahenten, liefen sich auf der roten Asche ein, während sich einige bayrisch angehauchte Akteure des TCN zu ihrem Vergnügen ein alkoholfreies Hefeweizen genehmigten.  
Um Punkt 10 Uhr starteten die Einzel 2/4/6. An Position 2 startete für die Gastgeber Dennis Beermann gegen den ehemaligen deutschen Vizemeister bei den Junioren, Simon Glöckner. In einem hart umkämpften Zweisatzmatch konnte sich schlussendlich Linkshänder Glöckner ganz knapp durchsetzen. Nach diesem Kräfte raubenden Spiel gab Beermann zu Protokoll: ,,Hut ab vor meinem Gegner. Er hat sich in knappen Situationen nie aufgegeben, ist stets positiv geblieben und konnte das begeisterungsfähige Publikum auf seine Seite ziehen.''
An Position 4 hatte es Hofnarr Fabian Pfaff mit Dominik, KÖNIG von Tiengen zu tun. Das Match gestaltete sich von Beginn an sehr ausgeglichen, aber schlussendlich konnte Pfaff seinen hoch angesehenen Gegner vom Thron stoßen. Nach der Abwehr zweier Matchbälle war Pfaff, in dieser Saison nicht gerade für seine Nervenstärke im Matchtiebreak bekannt, total erleichtert: „Den ersten Satz habe ich nach hohe Führung noch unnötig hergegeben. Doch ich habe mein Ding weiter durchgezogen. Im entscheidenden Matchtiebreak wollte ich den Sieg vielleicht ein bisschen mehr als mein Gegner. Auf jeden Fall war das mein bestes Match der Saison. Schade, dass ich in anderen wichtigen Partien nicht ganz an diese Leistung heran kam. Ansonsten hätte ich den Platz das ein oder andere Mal sicher nicht als Verlierer verlassen.“
An Position 6 startete der selbsternannte Pressewart Robiert Ubiera im Rematch gegen Leon Back. Ubiera hatte noch eine Rechnung mit Back offen, wollte er doch seine Niederlage bei den Sommerbezirksmeisterschaften von zwei Monaten zuvor wieder gut machen. Der Start verlief sehr stottrig für den neu gewordenen TCN’ler. Doch immerhin war der studierte Sportökonom mit einer weißen Einzelweste in die Partie gegangen und strotzte nur so vor Selbstbewusstsein. Nach einigen unglücklich verlaufenen Games kämpfte er sich bis zum 4:5 zurück, verlor aber das Spiel zum Satz mit viel Pech. Im zweiten Durchgang stieg das Niveau auf beiden Seiten zusehends. Ubiera glänzte mit vielen knallhart geschlagenen Rückhand Passierbällen. Trotz großen Kampf verlor Ubiera das Match am Ende sehr knapp.
In der zweiten runde schlugen Rebholz, Wigishoff und Bertsche für die Heimmannschaft auf. Rebholz startete mühsam in das spiel und verlor den Satz mit 2:6 gegen den kanadischen Schweizer in Tiengens Reihen, Nikolai Hässig. Anschließend kämpfte er sich mit Hilfe von Coach Ubiera in einem mitreißenden zweiten Satz zurück ins Match und erzwang durch ein 6:4 die ultimative Entscheidung. In Matchtiebreak spielte Gegner Hässig, in jüngster Vergangenheit immerhin noch Nummer 1302 der ATP-Weltrangliste, sehr stark und setzte sich verdient mit 10:5-Punkten durch. „Zu Beginn hatte ich vielleicht ein bisschen zu viel Respekt vor dem großen Namen. Später habe ich dann gemerkt, dass auch mein Gegner nur mit Wasser kocht und konnte ihn entnerven, indem ich deutlich Tempo aus dem Spiel nahm. Am Ende machte wohl die Erfahrung den Unterschied, ich konnte einfach nicht mehr genug entgegen setzen“, so ein sichtlich geknickter, aber dennoch zufriedener Nicolai-Spitzenakteur.
An Position 3 schlug Mannschaftsführer Wigishoff gegen seinen letztjährigen Gegner Kälin auf. Der erste Durchgang ging sehr knapp an den Tiengener. Satz zwei gestaltete sich deutlicher, da die Kraftreserven bei der Konstanzer Vereinsikone augenscheinlich immer mehr zur Neige gingen. Wigishoff hatte seine letzen Körner im ersten Satz verbraucht und konnte danach nicht mehr so stark gegen die krachenden Aufschläge seines Gegners agieren. Nach seinem Match sagte er sofort: „Das Training am Freitag aus dem Eimer half mir meine sehr platzierten Vorhandschläge konstant ins Feld zu spielen. Dennoch war der Gegner insgesamt einfach zu stark. Mit meiner Performance bin ich dennoch zufrieden.
An Position 5 spielte Bertsche seinen Gegner Marvin Kromer schwindelig. Auf seinem Lieblingsbelag triumphierte Bertsche mit seinen unangenehmen Vorhand Bogenlampen und konnte sein Match mit 6:3 und 6:2 verdient für sich entscheiden. „Man muss einfach die Sachen, die man am besten kann im Match anwenden. Ich bin mir dessen bewusst, dass mein Tennis nicht immer schön anzusehen ist, aber gerade jüngere Gegner kann man schon damit in die Verlegenheit bringen, auch wenn sie eigentlich die besseren Tennisspieler sein mögen“, so ein leicht verschwitzter Bertsche nach seinem Erfolg.
Somit ging es mit einem 2:4-Rückstand für den TCN in die Doppel. Wigishoff sagte nur dazu: ,,Mit dem erhofften 2:4-Rückstand steht dem Aufstiegssieg nichts mehr im Wege.''
Kurz danach gingen die bis in die Haarspitzen motivierten Doppel Pfaff/Beermann, Rebholz/Bertsche und Ubiera/Hamm auf die drei größten Courts der Anlage. Den anwesenden Zuschauern wurden drei hoch spannende Doppel geboten. Das erste Doppel gestaltete sich wie erwartet auf äußerst ansehnlichem Niveau. Beermann/Pfaff spielten gegen die Bestbesetzung aus Tiengen Hässig/Glöckner und ließen den offenen Schlagabtausch nur sehr knapp aus ihren Händen gleiten. Die zweite Paarung Rebholz/Bertsche hatten es mit den beiden deprimierten Verlierern aus den Einzeln König/Kromer zu tun. Von Anfang an dominierten die TCN’ler das spiel und gewannen unangefochten in zwei klaren Sätzen. Das dritte Doppel hatte es mit Kälin/Back zu tun und setzte auf die Erfahrung von zehn Jahren pro Nase mehr auf dem Buckel. Den besseren Start erwischten dann auch die Alterpräsidenten Ubiera/Hamm und gingen standesgemäß 1:0 in Führung. Nach diesem harten Aufschlagspiel ließen Ubiera/Hamm ein bisschen nach und gaben die hohe Führung noch aus ihrer Hand.  
Somit stand es schlussendlich 3:6 und der Aufstieg war leider nicht mehr zu realisieren. Wigishoff gab nach dem Spiel keine angaben mehr zu neuen Transfergerüchten: „So kurz nach dem verpassten Aufstieg bitte ich um Verständnis, dass ich dazu aktuell keinen Kommentar abgeben möchte. Wir müssen das erst einmal sacken lassen und die Enttäuschung verarbeiten. Danach werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass wir in der kommenden Saison nicht noch einmal jemandem zum Oberligaaufstieg gratulieren müssen.
Ein kleines Trostpflaster für das Team ist, dass die befreundete TSG bestehend aus den Vereinen Reichenau und Dettingen-Wallhausen, den Klassenerhalt durch einen Erfolg gegen eine stark ersatzgeschwächte Radolfzeller Reserve endgültig unter Dach und Fach bringen konnte. So kann man sich im nächsten Jahr immerhin auf ein Derby und die Chance zur Revanche freuen. Auch eine Erwähnung verdient hat sich Jutta Wigishoff. Der jahrelange Edelfan kommt seit dieser Spielzeit auch vermehrt als Oberschiedsrichterin zum Einsatz. Im Kampf auf Messers Schneide wurde die Entscheidungsträgering gleich drei Mal auf dem Platz gebraucht und entschied stets zur Zufriedenheit aller. Dabei hinterließ die Tennismutter einen hochsouveränen Eindruck.

Sportliche Grüsse,

Eure Herren 1


 10.05.2015

Die Belohnung blieb aus

Spielbericht vom  Auswärtsspiel der  ersten Herren  gegen die TSG  Dettingen / Insel Reichenau


Der Auftakt der Bezirksligasaison startete direkt mit einer brisanten Partie. Im Stadtderby traf die erste Herrenmannschaft des TC Nicolai Konstanz auf die Spielgemeinschaft Dettingen-Wallhausen und der Insel Reichenau.


Die TSG überraschte mit erheblicher Verstärkung das Konstanzer Team. Mit Jordan Reed-Thomas (Schweiz) an Position 2 war ein Spieler im Aufgebot, der derzeit versucht durch Futures sich auf der ATP Tour zu etablieren. Reed-Thomas konnte zwar noch nichts Zählbares auf seinem ATP-Punktekonto verbuchen dies wird aber sicherlich nur eine Frage der Zeit sein. Auf Seiten des TC Nicolai stand der angehende Doktor der Mathematik Dennis Beermann Reed-Thomas gegenüber. Beide Protagonisten schenkten sich nichts - nach 7:5; 5:7 musste der Match-Tiebreak die Entscheidung bringen. Beermann hatte den angehenden Profi am Rande einer Niederlage und führte bereits mit 6:2. Reed-Thomas kämpfte sich jedoch zurück und konnte am am Ende mit 10:7 den Platz als Sieger verlassen. Beermann war nach dem Spiel sichtlich enttäuscht konnte der Situation jedoch etwas Positives abgewinne: "Ich habe mich gut gefühlt auf dem Platz und gemerkt, dass ich doch gar nicht so weit von absoluten Spitzenspielern wie Reed-Thomas entfernt bin". Gerüchten zu Folge prüft Beermann derzeit mit seinem sportlichen Berater J.Wigishoff ob eine verspätete Tenniskarriere noch in Frage kommt. Nach dieser Leistung kein abwegiger Gedanke. 


An Position wurde das "Duell der Vorhände" ausgetragen. Moritz Storck und Fabian Pfaff zeigten in einem läuferisch und spielerisch hochklassigen Match ihr Können. Storck lag bereits mit Break 3:4 zurück und hatte mit seiner Nervosität zu kämpfen ehe er sich auf seine starke Vorhand zunehmend verlassen konnte und den ersten Satz verdient mit 6:4 gewann. Pfaff fand nun aber besser ins Spiel konnte ähnlich wie Storck seine Vorhand immer besser und effektiver einsetzen. Auch seine knallharten Aufschläge bescherten ihm den ein oder anderen freien Punkt. Mit einem Service-Winner konnte er Satz 2 mit 6:3 für sich entscheiden. Im Match-Tiebreak gelang Storck der bessere Start und schnell stand es 5:1. Storck wirkte frischer und mental gefestigt, was sicher auch seiner guten Vorbereitung zuzuschreiben ist. Pfaff fand nicht mehr die Mittel Storck in Bedrängnis zu bringen und musste sich am Ende mit 4:6, 6:3 und 6:10 geschlagen geben. 


Mit Michael Scheureck an Position 6 ging der aktuelle Herren 40 Vizebezirksmeister für die TSG auf Punktejagd. Sascha Hamm gelang jedoch der bessere Start. Hamm glänzte mit einer hohen Laufbereitschaft und technisch sauberen Rückhänden und führte schnell 6:2. Scheureck kämpfte sich jedoch zurück ins Spiel und zwang Hamm immer wieder längere Ballwechsel zu spielen. Dies machte sich bemerkbar bei Hamm - der trotz intensiver Vorbereitung noch nicht zu 100% austrainiert schien. Scheureck sicherte sich den zweiten Satz und erzwang damit den dritten Match-Tiebrak des Tages. Hamm ging aggressiv in die ersten Punkte rein und machte den frischeren und aktiveren Eindruck. Scheureck hingegen haderte mit sich selbst und bescherte durch einen Doppelfehler bei 7:8 Hamm wichtige Matchbälle. Mit all seiner Routine verwickelte Hamm seinen Gegner in einen spektakulären Ballwechsel, den er verdient für sich entscheiden konnte. Der Zwischenstand nach der ersten Runde war damit 2:1 für die Gastgeber. 


Im Spitzenspiel kam es zu einem Trainer-Schüler-Duell. Youngster David Rebholz bekam es mit seinem Trainer Marko Becht zu tun. Rebholz zahlte im ersten Satz viel Lehrgeld und konnte lediglich ein Spiel sein Haben nennen. Becht spielte fast fehlerfrei und konnte die starken Aufschläge von Rebholz gut neutralisieren. Satz 2 gestaltete sich wesentlich spannender, da Rebholz konstanter und agiler spielte und den laufstarken Becht immer öfter zu Fehlern zwingen konnte. Beim Stande von 6:5 und Einstand war Fortuna Spitzenspier Becht freundlicher gesinnt und bescherte dem Spielertrainer durch einen Netzroller den ersten Matchball. Ein packender Ballwechsel mit dem besseren Ende für Becht bescherte der TSG den dritten Einzelpunkt. 


An Position 3 bekam es der Mannschaftsführer des TC Nicolai Julien Wigishoff mit einem Gegner aus seiner Jugendzeit zu tun. Lars Hirnschall bewies, dass man auch auf Sand Rasentennis spielen kann. Frei nach dem Motto "je schneller desto besser" überraschte Hirnschall den anfangs noch etwas behäbig wirkenden Wigishoff mit knallharten Winnern. Wigishoff stand in den ersten 20 Minuten auf verlorenem Posten, was seine Mannschaftskollegen verwunderte, da Wigishoff zur Saisonvorbereitung extra nach Marokko reiste um auf den Spuren von Younes El Aynaoui zu wandeln und dadurch seine Form zu finden. Beim Stande von 5:2 und 40:15 wehrte Wigishoff zwei Satzbälle ab. Diese Situation gaben dem Lehramtsstudenten und Hobby-Barkeeper neue Kraft und er konnte den Insulaner Hirnschall in den Tiebreak zwingen. Im Tiebreak ließWigishoff nichts mehr anbrennen und sicherte sich Satz 1 mit 7:6. Satz 2 gestaltete sich deutlich einseitiger. Schläge die im ersten Satz noch unerreichbar für Wigishoff waren blieben nach wie vor unerreichbar - jedoch platzierte Hirnschall diese Schläge nicht im Feld sondern hauptsächlich an der Plane. Wigishoff, der mit zunehmendem Alter seinem grossen Vorbild Arnaud Clement vom optischen her immer ähnlicher wird, spielte seine Routine glänzend aus und bewog Hirnschall beim Stande von 1:5 zur Aufgabe. 


Der ehemalige Villinger Dominik Bertsche traf an Position 5 auf den Linkshänder Matthias Hodler. Bertsche, bekannt für seine ausdauernde Spielweise, hatte die Aufgabe den wichtigen 3 Einzelpunkt für den TC Nicolai zu holen. In Satz 1 konnte Bertsche mit taktisch klugem Spiel seinem Gegner im entscheidenden Moment den Aufschlag abnehmen und den Satz mit 6:4 gewinnen. Hodler, bekannt für seine Nervenstärke, gab sich jedoch nicht auf erkämpfte sich mit mutigen Schlägern den zweiten Satz und verlagerte damit die Entscheidung in den vierten Match-Tiebreak des Spieltages. Bertsche, bekennender SC Freiburg Fan, agierte in dieser entscheidenden Phase ähnlich wie der SCF oftmals zu passiv und ließ die nötige Länge in seinen Schlägen vermissen. Hodler konnte mit druckvollen Vorhänden wichtige Winner schlagen und am Ende mit einem 10:5 den vierten Einzelpunkt für die TSG holen. Bertsche, welcher sichtlich enttäuscht war, musste sich im Nachhinein eingestehen das eventuell das "Bälle Schlagen" mit seiner Freundin Jasmin Grimm ihm einen guten Rhythmus bringe, nicht aber die im Herrentennis benötigte Geschwindigkeit und Länge.

Der TC Nicolai stand nun vor einer fast unmöglichen Aufgabe: es mussten 3 Doppel gewonnen werden. Besonders unter dem Aspekt, das mit Reed-Thomas ein professioneller Doppelspezialist im Aufgebot der TSG stand, schien die Aufgabe schier unlösbar. Ziel musste sein drei starke Doppel zu stellen und mit etwas Glück alle drei zu gewinnen. Nach kurzer Beratung entschloss sich das Team Neuzugang Robert Uwira für Dominik Bertsche einzusetzen. Uwira fiel in den letzten Jahren im immer wieder durch seine guten Grillkünste positiv auf und wurde dementsprechend von vielen Vereinen im Bodenseeraum heiß umworben. "Beim TC Nicolai stimmt einfach das Gesamtpaket. Die professionelle sportliche Betreuung durch den Sportwart, das homogene Team und die professionelle Vorbereitung haben mir die Entscheidung am Ende leicht gemacht." so der Wahlschweizer. Mit Hilfe einer klugen Doppelaufstellung Beermann/Pfaff im ersten Doppel, Rebholz/Hamm im zweiten Doppel und Wigishoff/Uwira im dritten Doppel sollte die TSG bezwungen werden. Schnell wurde deutlich, dass die ersten beiden Doppel an die Konstanzer gehen würden. Beermann/Pfaff und Rebholz/Hamm zeigten Herrendoppel vom Feinsten und holten beide in zwei Sätzen die Matchpunkte Nummer drei und vier. Wigishoff/Uwira, die schon in der Jugend große Siege erlangen konnten, mussten den ersten Satz schnell mit 2:6 abgeben. Im zweiten Satz gelang der TSG früh ein Break welches beim Stande von 4:5 wieder egalisiert werden konnte. Leider verloren Wigishoff/Uwira direkt wieder das Aufschlagspiel und standen bei 5:6 erneut mit dem Rücken zur Wand. Nach drei vergebenen Breakbällen beendete Reed-Thomas mit einem Schmetterball das Match und machte den Traum einer historischen Aufholjagd zunichte. Die TSG konnte das Derby mit dem starken Neuzugang Reed-Thomas knapp für sich entscheiden und ist im Kampf um den Bezirksligatitel nach wie vor im Rennen. Es bleibt abzuwarten ob Reed-Thomas auch in den folgenden Spielen der TSG zur Verfügung stehen wird. Der TC Nicolai wird im ersten Heimspiel am 7. Juni gegen den TC Pfaffenweiler versuchen den ersten Sieg zu erlangen. Das gesamte Team der ersten Herren bedankt sich bei allen Zuschauern und Unterstützern und hofft auf zahlreiches Erscheinen am 7. Juni wenn es heißt: TC Nicolai Konstanz gegen TC Pfaffenweiler.

Sportliche Grüsse,

Eure Herren 1